Häufig gestellte Fragen zum Thema Blutspenden

 

Wer darf Blutspenden?

Blutspenden darf prinzipiell jeder zwischen 18 und 72 Jahren (Erstspender bis 68 Jahre), soweit keine gesundheitlichen Bedenken bestehen. Weitherhin muss der Spender ein Mindestgewicht von 50Kg aufweisen.


In welchen Abständen darf ich Blutspenden?

Der Mindestabstand zwischen den Spenden muss mindestens 58 Tage (8 Wochen) betragen. Eine Regenerationszeit von drei Monaten wird empfohlen. Unsere Termine sind jedoch so abgestimmt, dass die geforderte Regenerationsphase eingehalten bleibt.


Wieso benötigt man Blutspenden?

Blut ist ein lebenswichtiges Organ, das nicht künstlich hergestellt werden kann. Kommt es durch einen Unfall oder eine Erkrankung zu einem hohen Blutverlust, reichen Volumenersatzmittel (Infusionen "Kochsalzlösungen") nicht mehr aus. Diese Ersatzlösungen haben keine lange Verweildauer in unserem Körper und können auch durch ihre Beschaffenheit die Aufgabe des Blutes (z.B. Nährstofftransport) nicht übernehmen.


Was kann man mit meinem gespendetem Blut anfangen?

Das gespendete Blut kann als sog. Vollblut verabreicht werden. Weiterhin können einzelne Blutbestandteile (z.B. Plasma) verabreicht werden, sie sich dann mit dem eigenen Blut des Empfängers vermischen. Andere Verwendungsmöglichkeiten bestehen in der Entwicklung bzw. Produktion von Arzneimitteln und in der Forschung.


Wie läuft eine Blutspende ab?

Bevor man Blutspenden geht, sollte man ausreichend getrunken haben. Insgesamt sollte man vor, während und nach der Spende ca. 1,5l Flüssigkeit zu sich genommen haben. Weiterhin sollte man, wie gewohnt, seine Mahlzeiten zu sich nehmen und nicht nüchtern zur Blutspende gehen.
Zu Beginn meldet sich der Spender an der Anmeldung. Hier wird man anhand seines Blutspender-Ausweises registriert, die Daten der Erstspender werden in der Datenbank aufgenommen. Danach erhalten die Spender einen Fragebogen, den sie in abgetrennten Kabinen ausfüllen, um eventuelle Risiken zur Spende bzw. zur Verwendung des Blutes im Vorfeld abzuklären. Nach der Registrierung folgt die Voruntersuchung durch einen Arzt. Hier wird entschieden, ob Ihr gesundheitlicher Zustand es zulässt, an diesem Tag Blut zu spenden. Dazu werden Werte wie z.B der Blutdruck erfasst und ausgewertet. Nach der Voruntersuchung begeben Sie sich in den Spenderaum, in dem mittels Ohrtermomether Ihre Körpertemperatur und weiterhin ihr Blutzucker gemessen werden. Wenn auch hier alle Werte im grünen Bereich sind, kann die Blutspende erfolgen. Dazu werden Ihnen mittels einer Kanüle ca. 500ml Blut entnommen. Dieser Vorgang dauert im Schnitt 7 Minuten. Bei Erstspendern kann es etwas länger dauern, bei regelmäßigen Spenden geht es erfahrungsweise etwas schneller. Nach der Blutspende sollten Sie eine Ruhephase von ca. 15 Minuten einhalten. Dafür stehen Ihnen Ruheliegen bereit. Danach können Sie bei uns eine Mahlzeit einnehmen.


Wieso werden Blutspender nicht bezahlt?

Dies hat mehrere Gründe. Zum Einen steckt hinter den Blutspenden auch ohne Vergütung der Spender ein enormer finanzieller Aufwand. Teilweise müssen Räumlichkeiten angemietet und Energiekosten für die Spenderäume bezahlt werden. Auch das Personal des Blutspendedienstes muss bezahlt werden. Hinter dem Personal stecken nicht nur die Helfer bei der Blutspende, sondern z.B. auch im Verwaltungsbereich oder im Labor zur Untersuchung der Konserven. Weiterhin benötigt man für jede Blutspende gewisse medizinische Materialien, darunter auch viele Einwegartikel. Bis dahin haben wir noch keine Anfahrt des Blutspendedienstes oder sonstige Anschaffungskosten berücksichtigt. Eine Bezahlung der Spender würde somit den Preis für Blutkonserven weiter erhöhen, was letztendlich von uns allen getragen werden müsste, nämlich durch Erhöhung der Krankenkassenbeiträge.
Weiterhin soll eine Blutspende, wie der Name schon sagt, eine Spende sein. Man muss bedenken, dass Jeder von uns tagtäglich durch Unfall oder Krankheit in die Situation kommen könnte, auf Blutkonserven angewiesen zu sein. Niemand soll nur wegen finanziellen Hintergründen zur Blutspende kommen. So kämen beispielsweise auch Personen zum Spenden, die wissen dass Ihr Blut aufgrund von Infektionskrankheiten oder Alkoholkonsum nicht verwendet werden kann. Dadurch entstehen unnötige Kosten und womögliche Ansteckungsgefahren für Personal und andere Spender.


Welche Vorteile hat es für mich, Blut zu spenden?

Nach jeder Blutspende wird Ihr Blut genaustens auf jede Art von Auffälligkeiten untersucht. Wenn sie regelmäßig spenden gehen, wird auch Ihr Blut regelmäßig untersucht. Sollte irgend etwas mit Ihren Blutwerten nicht stimmen, bekommen Sie einen schriftlichen Bescheid darüber. Dadurch ist die Chance, eventuell auftretende Krankheiten frühzeitig zu erkennen bzw. zu behandeln wesentlich größer als ohne regelmäßige Kontrollen. Eine regelmäßige Laborkontrolle des Blutes beim Hausarzt wird in diesem Umfang nicht von den Krankenkassen bezahlt, sofern kein Grund dafür besteht. Sie müssten also jede Untersuchung aus eigener Tasche bezahlen.
Nach der ersten Blutspende Ihre Blutgruppe bestimmt. Auch diese Untersuchung würde Sie beim Hausarzt zwischen 25 und 30€ kosten.
Sie bekommen einen Blutspendeausweis, in dem Ihre Daten, wie z.B auch Ihre Blutgruppe zu finden sind. Nach einem Unfall können Ihnen so direkt Blutkonserven verabreicht werden, ohne einen Blutgruppentest durchführen zu müssen.
Auch Ihr Körper wird es Ihnen danken! Denn Blutspenden ist gesund... Sie müssen bedenken, dass trotz unserer Ausscheidungen immer Giftstoffe im Blut gelöst bleiben. Durch eine Blutspende reinigen Sie Ihren Körper, da nach der Spende neues Blut gebildet wird. Weiterhin verkraftet man einen größeren Blutverlust wesentlich besser, wenn der Körper den Blutverlust bzw. die Neubildung gewohnt ist.
Nach der Blutspende bekommen sie eine (warme) Mahlzeit.


Welche Gefahren bestehen für mich?

Die Gefahren einer Infektion sind durch Verwendung von Einwegmaterialien gleich null. Es kann allerdings gerade bei der ersten Blutspende sein, dass es aufgrund des Blutverlustes zu Kreislaufproblemen kommt. Sollte dies der Fall sein, wird die Blutspende allerdings sofort abgebrochen und das Blutspende-Team bzw. ein Arzt stehen Ihnen zur Verfügung. Da die gespendeten 500ml Blut nur ca. 10% der Blutmenge ausmachen, sind Kreislaufprobleme in der Regel selten. Eine Regeneration des Flüssigkeitsverlustes dauert im Schnitt ca. zwei Stunden.


Was muss ich als Erstspender beachten?

Als Erstspender sollte man, genau wie als regelmäßiger Spender auch, darauf achten dass man nicht nüchtern zur Blutspende geht und ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen hat. Trotzdem kommt es meist bei der ersten Spende zu Kreislaufproblemen. Davon sollte man sich allerdings nicht abhalten lassen, die folgenden Senden verkraftet man in der Regel besser, wenn der Körper daran gewöhnt ist. Außerdem sollten Sie zur Registrierung ein Ausweisdokument dabei haben.


Wo erhalte ich weitere Informationen?

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Homepage des DRK Blutspendedienst West oder unter der kostenlosen Service-Hotline 0800 11 949 11.

 

 

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